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Redaktionsbesuch – eine kleine Expedition

Erstellt am: 06. Juli 2012

Einige seiner Journalisten kennt man mit der Zeit durch regelmäßigen Telefonkontakt (Verweis auf Blogeintrag Alissa – Noelle-Neumanns Schweigespirale) recht gut. Es ist also an der Zeit, sein liebgewonnenes Büro einmal zu verlassen und den Journalisten zusammen mit dem Kunden in der Redaktion zu besuchen. Für alle, die jetzt schon mit einem Bein in der U-Bahn stehen, anbei einige Tipps. Denn: So eine Expeditionen will gut vorbereitet sein.

Expeditionsvorbereitung
Generell gilt: Journalisten haben wenig Zeit! Deshalb ist es wichtig, Zeit in die Vorbereitung des Redaktionsbesuchs zu investieren, also: Themenpläne recherchieren und sich Gedanken dazu machen, welchen wertvollen Input der Kunde liefern kann.

Expeditionsplanung
Mit dem konkreten Themenvorschlag den Journalisten kontaktieren, fragen, ob er Interesse an einem Besuch hat und herausfinden, ob ihn vielleicht noch weitere Aspekte zum Thema interessieren. In der Regel freuen sich Journalisten über Informationen jenseits von Pressemitteilungen und wissen es zu schätzen, wenn man sich mit einer eigens entwickelten Geschichte (Storytelling) an sie wendet. Nach erfolgreicher Themenentwicklung, folgt ein kleiner Block organisatorischer Aufgaben (Terminabstimmung zwischen Kunde und Journalist, Anreise planen, etc.). Im nächsten Schritt sollte der gleiche Aufwand, den man in die Themenentwicklung und in den Journalistenkontakt gesteckt hat, nun auch in die Vorbereitung des Kunden investieren. Also: Hintergrundinformationen zu Journalist und Medium recherchieren und mögliche kritische Fragen analysieren und abstimmen. Dann kann es auch schon losgehen…

Expeditionsführung
Dabei sein ist alles – gilt auch beim Redaktionsbesuch. Das Gespräch findet zwischen Journalist und Kunde statt. Der Berater sollte sich idealerweise nur moderierend einschalten. Wichtig ist es, dem Kunden vorher noch einmal zu vermitteln, dass es kein „off the record“ gibt. Der Journalist kann alles, was gesprochen wird, auch verwenden. Der Redaktionsbesuch ist erst zu Ende, wenn man das Haus verlassen hat (manche Wände haben nämlich Ohren…).

Nachbereitung
Für Rückfragen des Journalisten bereit stehen und gespannt sein auf den Artikel.

Viel Spaß bei Euren zukünftigen Expeditionen wünscht
Elena