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Young Talents Blog

Von confcalls, commitment und snippets-to-share oder: Do you speak PR?

Erstellt am: 30. Mai 2012

Neulich im Gespräch mit einem Bekannten: Er fragt mich, was ich beruflich mache.

Ich setze zur Antwort an: „Kommunikationsberatung – also…“

(Mein Gegenüber unterbricht) „Ah, Beratung?!? Da sprechen doch alle so komisch, oder?“

(Ich – etwas irritiert) „Komisch?!“

„Naja, eben mit so vielen englischen Wörtern und Abkürzungen – eben so, dass sie keiner versteht. Ne richtig eigene Sprache haben die doch.“

Aha. Tatsächlich? Mal sehen. Oder besser: mal (hin)hören. Genau das habe ich in der letzten Woche bei den Gesprächen mit meinen Kollegen im Münchner Büro gemacht. Die Ergebnisse sind die folgenden:

Ich habe gerade einen neuen Newsflash eingebrieft bekommen, aber irgendwie fehlt mir trotzdem noch Input dazu.

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Kann unser Prakti die Clipping-Präse noch ins CD bringen und ein bisschen aufhübschen?

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Ist das Follow-Up für das Save-the-Date schon gemacht? Prima, dann kann ich dich ja für das nächste Projekt onboarden.

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Wie ist denn eigentlich die Deadline für den first Draft des Memos? – Asap natürlich! Und nicht vergessen: das neue Template nehmen! – Ja, danke. Das hab ich auf dem Schirm.

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Wir sollten zu diesem Punkt nochmal ein brainstorming machen. Und auch immer den worst case mitdenken, damit wir für alle Situationen ein fall-back haben! Ihr wisst ja, wo beim letzten Mal das bottleneck war. Oder sollen wir dazu nochmal knowledge-sharing machen?

Soweit meine Recherche. Dazu ist noch anzumerken, dass die Resultate natürlich extrem (!) verdichtet sind. Offensichtlich ist aber: Wir sprechen in der PR tatsächlich unsere ganz eigene Sprache. Aber mal ganz ehrlich: Welche Zunft hat die nicht? Man denke da beispielsweise an Mediziner… oder auch unsere Jungs von der IT!

Jedem, der (noch) nicht zur Branche gehört, sei gesagt: Keine Angst, so reden wir eigentlich nur intern. Und für alle, die neu zu uns ins Team kommen, gibt’s erst mal einen Einführungskurs in „Beratersprech“.

In diesem Sinne: Immer schön easy bleiben! Verena

P.S.:

Gerade hat mich meine Kollegin gefragt, ob ich noch bei den Storyboards helfen könne. Meine Antwort? „Später gerne, aber erst will ich noch meinen Post für den Young Talents Blog finalisieren – das ist bei mir momentan Prio eins.“ :o)

Weitere Beispiele des Agenturjargons gibt es hier. Und für diejenigen, denen die sich besonders damit identifizieren können, gibt es die tollsten Sprüche sogar auf’s T-Shirt!