MSL Germany

Young Talents Blog

Was man in sechs Wochen so alles lernen kann …

Erstellt am: 04. Juni 2012

…war mir ehrlich gesagt selbst nicht bewusst, bevor ich Mitte April mein Traineeship im Berliner MSL Büro begonnen habe. Eigentlich habe ich fast eine neue Sprache gelernt. In meiner ersten Woche kam es mir jedenfalls manchmal so vor, als würden meine neuen Kollegen eine andere sprechen als ich, vor allem wegen unzähliger Namen, von denen ich die wenigstens bisher gehört hatte. Nach zirka zwei Wochen kam mir alles schon nicht mehr ganz so fremd vor, und jetzt, weitere vier Wochen später, kann ich selbst schon ganz gut mitreden.

Neben den vielen spannenden Kunden, diversesten Gesetzen und aktuellen Gesetzesinitiativen, kenne ich nun sogar schon eine ganze Reihe von Namen und das, obwohl ich eigentlich eine absolute Niete im Namenmerken bin. Auch wenn ich die meisten bisher nicht persönlich getroffen habe, kommen mir einige Bundesabgeordnete schon fast wie alte Bekannte vor. Ich kenne ihre Lebensläufe, ihren politischen Werdegang, ihre Positionen zu vielen Themen und meistens sogar auch ein Gesicht dazu. Bei einem teaminternen „Welcher Politiker ist es“-Spiel, würde ich aber trotzdem sicher auf einem hinteren Platz landen. Ich glaube einige hier könnten über jeden einzelnen der 620 Abgeordneten aus dem Stegreif einen mehrseitigen Aufsatz schreiben.

Aber das alles ist eigentlich nur ein Bruchteil meiner bisherigen Horizonterweiterung. Ich habe bisher auch viel gelernt über Dinge, die ich anfangs nicht unbedingt erwartet hätte. Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Geschichte, Völkerkunde, Telekommunikationstechnik und Rohstoffkunde. Ich weiß mittlerweile nicht nur einiges über die Politik und Kultur mir eher exotisch vorkommender Länder und die gesetzlichen Feiertage in Bulgarien, sondern auch allerhand über diverseste Telekommunikationslösungen, Erdöl-Felder und die mir bis dato unbekannte Gefahr der „Todeszahl“ 4. Das wichtigste was ich bisher gelernt habe, ist allerdings wie viel Spaß es macht in einem jungen, lockeren Team zu arbeiten.

Als ich die Uni vor kurzem verlassen habe, ist mir das, zugegeben, schon etwas schwer gefallen. Dabei ist die Atmosphäre hier gar nicht so viel anders. Das Team ist meistens gut drauf, alle sprechen auf Augenhöhe miteinander und in die Mensa gehe ich öfter als vorher. Die ist nämlich fast um die Ecke und ein beliebtes Ziel in der Mittagspause. Nur die stundenlangen Kaffeepausen entfallen und Klausuren gibt es auch nicht…was sich allerdings verschmerzen lässt. Dafür sorgt ja immerhin die Präsentation der Trainee-Aufgabe am Ende für das entsprechende Uni-Feeling ;-).

Viele Grüße aus Berlin, Valerie